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12. April 2008

Kein Mülltourismus nach NRW

NRW darf nicht zum Müllklo werden

In den Straßen Neapels türmen sich die Müllberge. Sie sind Folgen einer verfehlten Abfallpolitik, die es versäumt hat, Entsorgungskonzepte zu entwickeln und in den Bau moderner unweltverträglicher Anlagen zur Entsorgung und Verwertung zu investieren. Um den dortigen Müllnotstand zu bekämpfen, hat die deutsche Bundesregierung zugesagt, 160.000 Tonnen des derzeit im Raum Neapel anfallenden Hausmülls anzunehmen. Ca. 70.000 Tonnen der Menge sollen in nordrhein-westfälischen Anlagen verbrannt werden. Da die Region Kampanien nicht in der Lage ist, ihr Müllproblem selbst zu lösen, werden Abfallberge quer durch Europa transportiert. Unklar ist, warum in anderen Regionen Italiens wie dem hoch industrialisierten Norden die Bereitschaft fehlt, der Region Kampanien Hilfestellung anzubieten.
 
Die LDK fordert die Genehmigungsbehörden und die Landesregierung auf, die Anlieferung von Müll aus Neapel solang abzulehnen, bis verbindlich die Errichtung einer eigenen Entsorgungsstruktur vor Ort kurzfristig nachgewiesen wird.